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05.05.2021
 

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Allgemeine Situation

Der Unfall am SUEZ Kanal hat nachhaltige Auswirkungen auf die Warenverfügbarkeit in Deutschland. Wir versuchen das Möglichste zu tun, um die Warenverfügbarkeit sicherzustellen. Wir können es jedoch derzeit nicht garantieren. Machen Sie sich keine Sorgen: wir tun unser Bestes um schnell an die Container heranzukommen.

Die nachfolgenden Informationen über die Produkte basieren auf unserer eigenen Einschätzung und Meinung. Wir haben dabei die Informationen unserer Lieferanten aus dem Ursprung mit einfließen lassen.

Zimt/Cassia

Die neue Ernte wird in den kommenden Wochen eintreffen. Frühestens jedoch Mitte Mai. Dann erwarten wir einen Preisrückgang der Rohware. Dies wird jedoch geringe Auswirkungen auf den Endpreis haben, weil wir immer noch mit hohen Frachtraten zu kämpfen haben. Die Container Rückführung nach Asien ist durch den Unfall am SUEZ Kanal noch ein Problem und viele asiatische Reedereien kompensieren dies durch sehr hohe Frachten.

Pfeffer schwarz und weiß

Wir erwarten einen leichten Rückgang der Preise im Ursprung. Die Exporteure im Ursprung sind bereits langfristige Lieferverpflichtungen für das erste Halbjahr 2021 eingegangen. Die Vietnamesische Ernte ist so gut wie abgeschlossen. Ähnlich wie bei Zimt/Cassia werden auch hier die derzeit hohen Frachtraten eine wichtige Rolle bei der Preisgestaltung spielen. Für die nächsten Monate wäre es interessant zu wissen, ob die europäischen und amerikanischen Importeure ausreichend gedeckt sind. Die Exporteure im Ursprung haben bereits in den ersten vier Monaten mehr als 100.000 to in Vietnam gekauft. Die Ernte war in etwa 200-220.000 to. Im Moment sind die Märkte in Vietnam und Brasilien ruhig, der Handel ist ruhig.

Die nächsten Monate werden sehr interessant.

Zwiebeln

Zwiebeln sind geerntet und die Preise sind in den letzten Jahren gefallen. Wie jedes Jahr beginnt jetzt die Zeit der Kühlhäuser und die Exporteure fangen an, die Energiekosten mit einzukalkulieren. Wir glauben daher nicht, dass die Preise weiter fallen werden. Nicht einzuschätzen, aber sicher auch ein Problem ist die gegenwärtige COVID Lage in Indien.

Curcuma

Die Situation in Indien beruhigt sich allmählich etwas. 2021 hatten wir einen Preisanstieg von über 40 % beim Rohmaterial.

Die europäischen Importeure haben zusätzlich ein Problem mit Pestiziden. Bitte berücksichtigen Sie deshalb auf jeden Fall auch die Qualität. Wir haben derzeit nur geringe Mengen zur Verfügung.

Ingwer

Nigeria, als Haupt Exporteur getrockneter Ingwer Flakes, hat weiterhin mit Problemen zu kämpfen. Zusätzlich haben viele Nigerianer Angst vor COVID. Die Preise werden weiterhin steigen.

Auch die indische Ware wird teurer, zumal Indien aus Nigeria importiert.

Stellen Sie sicher, dass Sie bis Ende des Jahres gut gedeckt sind. Die neue Ernte kommt erst im FEB 2022 nach Europa.

Petersilie

Die polnische Ernte beginnt im Juni/Juli.  Es scheint, dass nur begrenzt Mengen verfügbar sind. Der kalte und trockene April hatte maßgeblich Einfluss darauf. Außerdem hatten viele Bauern Probleme mit den neuen europäischen Pestizidanforderungen.

Nelken

Die Preise stiegen während der vergangenen Monate. Derzeit ist das Preisniveau eher moderat. Nelken werden von der Tabakindustrie gebraucht. Während der COVID Krise sank die Nachfrage. Jetzt steigt sie wieder an und wird wahrscheinlich höher ausfallen als vorher. Anfang des Jahres hatte Indonesien unter den Einflüssen von heftigen Regenfällen und Stürmen zu leiden. Deshalb liegt die Ernteerwartung für die neue Ernte bei – 30 %.  Das könnte dazu führen, dass die Preise wieder anziehen.

Knoblauch

Die chinesische Ernte kommt gerade rein und wird bis Ende Mai exportbereit sein. Die Mengen sind deutlich geringer als die letzten Jahre. Einige Fabriken erwarten 10% andere sogar 20 % weniger als im letzten Jahr. Normalerweise sinken die Preise nach der Ernte. Aber die Preise sind derzeit stabil oder leicht ansteigend. Seien Sie vorgewarnt: die Preise werden auf jeden Fall nicht sinken.

 

Muskatnuss

Das Preisniveau ist hoch. Die Verarbeiter in Sri Lanka bezahlen mittlerweile 10 USD für das Rohmaterial. Ohne Sortierkosten und Verarbeitungskosten! Die Situation in Indonesien ist vergleichbar. Die neue Ernte ist im April hereingekommen und wird in Europa frühestens im Juni eintreffen. Die Preise werden hoch bleiben.

In eigener Sache

BIO ist das neue Konventionell – das Segment entwickelt sich sehr gut. Nachdem wir einige Monate massiv in die BIO Produkte investiert haben, können wir größere Mengen im Ursprung disponieren. Den Preisvorteil geben wir bereits seit einiger Zeit an Sie weiter und bieten BIO Produkte sehr preiswert an. Im Gegenzug müssen wir jetzt aus Kostengründen die Mindestabnahme Mengen pro Auftrag erhöhen. (Eine Kombination verschiedener BIO Artikel in einem Auftrag ist möglich)

Wir bitten um Beachtung.

 

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